Ich weiß, ich weiß, meine Uluru-Tour ist schon ein paar Tage her… Aber
ich will euch trotzdem noch ein paar Bilder der fantastischen Naturphänomene
zeigen.
Gleich vorne weg: Ich fand die
Tour absolut super und mein Bericht hat nur so lange gedauert, weil ich euch
aus meinen knapp 600 Bildern allein von diesem 3-Tages-Trip die wirklich Besten
rausgesucht habe. ;) Und weil ich nun auch endlich einen Job habe. :)
Ach, und für alle die jetzt verwirrt sind: Ayers Rock wird von den
Australiern eigentlich nur Uluru genannt. Sprich: Uluru = Ayers Rock. (Das wurde ich schon das ein oder andere Mal gefrag.)
So, wo fange ich denn am besten an zu berichten???
Ich war ja lange Zeit auf der Farm und bin dorthin jetzt auch noch wieder zurück gekehrt um den Shop zu führen. Und zwischendurch habe ich gemeinsam mit Miriam knappe 2 Wochen Urlaub gemacht
Wir sind also am Freitagmorgen, den 20.12.2013 mit jemanden von der
Station hier in die Stadt Alice Springs gefahren. Ich kann euch sagen, dass war
ganz schön aufregend, weil ich bis dato ganze 7 Wochen nicht mehr in der Stadt
gewesen war… Ich brauchte ja auch nicht wirklich was und hatte immer keinen
Grund dafür gesehen, 3h irgendwo hinzufahren, wo ich aller Wahrscheinlichkeit
nach nur unnötig Geld ausgeben würde…
Dafür, dass ich in Deutschland ja aber in der Großstadt gewohnt habe, ist
es schon komisch… Naja, ich war jedenfalls kräftig aufgeregt wieder unter
Menschen zu kommen und natürlich habe ich den Freitag erstmal schön geshoppt
(soweit es das Geld zugelassen hat) und abends sind Miriam und ich natürlich feiern gegangen. Die Party am Abend war zwar super lustig, aber
nicht die allerbeste Idee, weil unser Vorhaben „nur bis 23 Uhr“ leider nicht
ganz geklappt hat. :P Dennoch war es ein spaßiger Urlaubsauftakt, als wir
am nächsten Morgen kurz nach 5 Uhr völlig hang over für unsere Tour zum Uluru bereit
standen. Wir sind noch 4 oder 5 Stunden mit dem Bus gefahren, sodass wir uns
doch noch etwas ausschlafen konnten. :)
Für den ersten stand der Kings Canyon auf dem Tour-Plan. Es ist ein
unglaublich schönes Plateau. Wir sind auf die Berge geklettert und
ungefähr 3h durch bzw. auf dem tableland herum spaziert.
Dort haben wir dann auch unsere Mitreisenden etwas kennengelernt.
Insgesamt waren wir ein Gruppe von nur 10 Leuten, was sehr angenehm war. Und
natürlich waren auch hier wieder Deutsche dabei…
Im Anschluss an den Kings Canyon ging es in unser erstes Camp.
Normalerweise wird gesagt, dass man diese Tour zum Uluru nicht mitmachen
sollte, wenn man die Hitze nicht aushält. Es sind auf solch einer Tour
durchschnittlich 40-43° und man kann der Hitze und auch der Sonne nicht
wirklich entkommen. Als ich nun auf dieser Tour war, war es regnerisch und kalt. Also komplett gegenteilig. Prinzipiell war das Wetter optimal um auf den Bergen herum zu klettern,
aber ab und an war es durch den Regen und die knappen 20° doch etwas zu frostig…
Bei schönem Wetter ist die Tour auch so geplant, dass man draußen schläft in
einem Swag. (Ein Swag ist ein australischer Schlafsack, aber man schläft darin
noch in seinem eigenen Schlafsack.) Naja, dadurch, dass es bei uns so geregnet
hat, hatten wir die Wahl, ob wir auf eine regenfreie Nacht hoffen und das
„draußen im Swag schlafen“ ausprobieren oder ob wir in einem Zelt schlafen. Für
die erste Nacht war ich ein kleiner Schisser und hab mich ins Zelt verkrümelt. :)
Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus und auf zum Uluru. Es ist
unfassbar, wie weit hier alles voneinander entfernt ist. Ich weiß nicht warum,
aber in meiner Vorstellung war verankert, dass wir vielleicht eine maximal zwei
Stunden von einem Berg zum anderen fahren. Aber nein, vom Kings Canyon bis hin
zum Uluru sind es ganze 5h… So konnte ich mich wenigstens wieder ausschlafen.
Das ist auch etwas faszinierend, finde ich… Ich kann mittlerweile fast
überall schlafen. Es funktioniert mal besser und mal schlechter (abhängig von der Temperatur). Aber ob nun
Bus, Bahn, Flugzeug, weiche Couch oder Fußboden prinzipiell ist schlafen
überall möglich.
Am Uluru angekommen, war das Wetter so schlecht, dass ich nicht wirklich
aussteigen mochte. Aber nun war ich schon mal so weit gefahren und hatte auch
noch Geld für die Tour gezahlt, da muss ich mir den Berg wenigstens angucken.
Und es hat sich wirklich gelohnt!
Es besteht im Jahr nur eine 2%ige Chance, dass man den Uluru bei Regen
erlebt. Wenn man das mit diesem Wissen betrachtet, hatte ich echt Glück. Und
der Felsen sah auch wirklich unwahrscheinlich schön aus! Durch das Wetter
bedingt, bin ich nur halb um den Berg herumgelaufen, bevor uns der Tour-Bus
wieder einsammelte. Im Laufe unserer kleinen Wanderung besserte sich das
Wetter. Es war einfach umwerfend die kleinen Wasserfälle vom Uluru
herunterfließen zusehen. Zwischendurch hatte sich das Regenwasser sogar auf den
Wegen so hoch gesammelt, dass wir die Schuhe ausziehen mussten um weiter zu
kommen.
Da ich den Uluru nun mit solchen Wetterbedingungen kennengelernt hatte,
war es umso schöner mit anzusehen, als nach und nach die Sonne herauskam und
das Spiel zwischen Licht und Schatten an den Felsen zu beobachten war. Auf den Abend
konnten wir somit auch einen wunderschönen Sunset anschauen :)
Anschließend ging es nun in unser nächstes Camp für die zweite Nacht und
diesesmal habe ich mich getraut! :P Ich habe draußen im Swag geschlafen und es
war toll! Es hatte zwar zwischendurch mal kurz angefangen zu regnen, aber das
war nicht weiter schlimm. Und bevor ich eingeschlafen bin, konnte ich schön in die Sterne schauen. :)
Am dritten Tag mussten wir dann um 4Uhr schon aufstehen, weil wir uns
eigentlich den Sonnenaufgang anschauen wollten. Aber da war kein sunrise… Es
war einfach nur wolkig und nebelig und kalt… Also ging die Reise ziemlich
schnell weiter zu den Kata Tjutas (auch Olgas genannt). Auch hier war das Wetter nicht unbedingt gut und ich hätte nicht gedacht, dass ich die Weihnachtsmütze noch
aus einem anderen Grund tragen würde, als aus Spaß. Hier war diese jedoch
durchaus nützlich um warm zu bleiben. :P Die Olgas sehen auch einfach nur fantastisch aus und es macht
riesen Spaß in den Bergen herum zu klettern.
Dies war allerdings schon der letzte Stopp unserer Tour. Es ging dann
fast 7h mit dem Bus wieder zurück nach Alice Springs, wo ich mich über ein
warmes Bett freute. Ist schon komisch, hätte echt nicht gedacht, dass ich mich
hier im Outback mal über ein kuscheliges Bett freue…
Am 24.12. stand dann nur relaxen und die Tasche für den Sydney-Ausflug
auf der Tagesordnung. Da muss ich zugeben, dass ich den Weihnachtsbraten schon
etwas vermisst habe ;)
Lasst es euch gut gehen!!
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