Sonntag, 12. Januar 2014

Uluru-Tour 21.12.-23.12.2013



Ich weiß, ich weiß, meine Uluru-Tour ist schon ein paar Tage her… Aber ich will euch trotzdem noch ein paar Bilder der fantastischen Naturphänomene zeigen.
 Gleich vorne weg: Ich fand die Tour absolut super und mein Bericht hat nur so lange gedauert, weil ich euch aus meinen knapp 600 Bildern allein von diesem 3-Tages-Trip die wirklich Besten rausgesucht habe. ;) Und weil ich nun auch endlich einen Job habe. :)
Ach, und für alle die jetzt verwirrt sind: Ayers Rock wird von den Australiern eigentlich nur Uluru genannt. Sprich: Uluru = Ayers Rock. (Das wurde ich schon das ein oder andere Mal gefrag.)

So, wo fange ich denn am besten an zu berichten???
Ich war ja lange Zeit auf der Farm und bin dorthin jetzt auch noch wieder zurück gekehrt um den Shop zu führen. Und zwischendurch habe ich gemeinsam mit Miriam knappe 2 Wochen Urlaub gemacht
Wir sind also am Freitagmorgen, den 20.12.2013 mit jemanden von der Station hier in die Stadt Alice Springs gefahren. Ich kann euch sagen, dass war ganz schön aufregend, weil ich bis dato ganze 7 Wochen nicht mehr in der Stadt gewesen war… Ich brauchte ja auch nicht wirklich was und hatte immer keinen Grund dafür gesehen, 3h irgendwo hinzufahren, wo ich aller Wahrscheinlichkeit nach nur unnötig Geld ausgeben würde…
Dafür, dass ich in Deutschland ja aber in der Großstadt gewohnt habe, ist es schon komisch… Naja, ich war jedenfalls kräftig aufgeregt wieder unter Menschen zu kommen und natürlich habe ich den Freitag erstmal schön geshoppt (soweit es das Geld zugelassen hat) und abends sind Miriam und ich natürlich feiern gegangen. Die Party am Abend war zwar super lustig, aber nicht die allerbeste Idee, weil unser Vorhaben „nur bis 23 Uhr“ leider nicht ganz geklappt hat. :P Dennoch war es ein spaßiger Urlaubsauftakt, als wir am nächsten Morgen kurz nach 5 Uhr völlig hang over für unsere Tour zum Uluru bereit standen. Wir sind noch 4 oder 5 Stunden mit dem Bus gefahren, sodass wir uns doch noch etwas ausschlafen konnten. :)
Für den ersten stand der Kings Canyon auf dem Tour-Plan. Es ist ein unglaublich schönes Plateau. Wir sind auf die Berge geklettert und ungefähr 3h durch bzw. auf dem tableland herum spaziert.






Dort haben wir dann auch unsere Mitreisenden etwas kennengelernt. Insgesamt waren wir ein Gruppe von nur 10 Leuten, was sehr angenehm war. Und natürlich waren auch hier wieder Deutsche dabei…
Im Anschluss an den Kings Canyon ging es in unser erstes Camp.
Normalerweise wird gesagt, dass man diese Tour zum Uluru nicht mitmachen sollte, wenn man die Hitze nicht aushält. Es sind auf solch einer Tour durchschnittlich 40-43° und man kann der Hitze und auch der Sonne nicht wirklich entkommen. Als ich nun auf dieser Tour war, war es regnerisch und kalt. Also komplett gegenteilig. Prinzipiell war das Wetter optimal um auf den Bergen herum zu klettern, aber ab und an war es durch den Regen und die knappen 20° doch etwas zu frostig… Bei schönem Wetter ist die Tour auch so geplant, dass man draußen schläft in einem Swag. (Ein Swag ist ein australischer Schlafsack, aber man schläft darin noch in seinem eigenen Schlafsack.) Naja, dadurch, dass es bei uns so geregnet hat, hatten wir die Wahl, ob wir auf eine regenfreie Nacht hoffen und das „draußen im Swag schlafen“ ausprobieren oder ob wir in einem Zelt schlafen. Für die erste Nacht war ich ein kleiner Schisser und hab mich ins Zelt verkrümelt. :)

Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus und auf zum Uluru. Es ist unfassbar, wie weit hier alles voneinander entfernt ist. Ich weiß nicht warum, aber in meiner Vorstellung war verankert, dass wir vielleicht eine maximal zwei Stunden von einem Berg zum anderen fahren. Aber nein, vom Kings Canyon bis hin zum Uluru sind es ganze 5h… So konnte ich mich wenigstens wieder ausschlafen.
Das ist auch etwas faszinierend, finde ich… Ich kann mittlerweile fast überall schlafen. Es funktioniert mal besser und mal schlechter (abhängig von der Temperatur). Aber ob nun Bus, Bahn, Flugzeug, weiche Couch oder Fußboden prinzipiell ist schlafen überall möglich.

Am Uluru angekommen, war das Wetter so schlecht, dass ich nicht wirklich aussteigen mochte. Aber nun war ich schon mal so weit gefahren und hatte auch noch Geld für die Tour gezahlt, da muss ich mir den Berg wenigstens angucken. Und es hat sich wirklich gelohnt!
Es besteht im Jahr nur eine 2%ige Chance, dass man den Uluru bei Regen erlebt. Wenn man das mit diesem Wissen betrachtet, hatte ich echt Glück. Und der Felsen sah auch wirklich unwahrscheinlich schön aus! Durch das Wetter bedingt, bin ich nur halb um den Berg herumgelaufen, bevor uns der Tour-Bus wieder einsammelte. Im Laufe unserer kleinen Wanderung besserte sich das Wetter. Es war einfach umwerfend die kleinen Wasserfälle vom Uluru herunterfließen zusehen. Zwischendurch hatte sich das Regenwasser sogar auf den Wegen so hoch gesammelt, dass wir die Schuhe ausziehen mussten um weiter zu kommen.
Da ich den Uluru nun mit solchen Wetterbedingungen kennengelernt hatte, war es umso schöner mit anzusehen, als nach und nach die Sonne herauskam und das Spiel zwischen Licht und Schatten an den Felsen zu beobachten war. Auf den Abend konnten wir somit auch einen wunderschönen Sunset anschauen :)







Anschließend ging es nun in unser nächstes Camp für die zweite Nacht und diesesmal habe ich mich getraut! :P Ich habe draußen im Swag geschlafen und es war toll! Es hatte zwar zwischendurch mal kurz angefangen zu regnen, aber das war nicht weiter schlimm. Und bevor ich eingeschlafen bin, konnte ich schön in die Sterne schauen. :)

Am dritten Tag mussten wir dann um 4Uhr schon aufstehen, weil wir uns eigentlich den Sonnenaufgang anschauen wollten. Aber da war kein sunrise… Es war einfach nur wolkig und nebelig und kalt… Also ging die Reise ziemlich schnell weiter zu den Kata Tjutas (auch Olgas genannt). Auch hier war das Wetter nicht unbedingt gut und ich hätte nicht gedacht, dass ich die Weihnachtsmütze noch aus einem anderen Grund tragen würde, als aus Spaß. Hier war diese jedoch durchaus nützlich um warm zu bleiben. :P Die Olgas sehen auch einfach nur fantastisch aus und es macht riesen Spaß in den Bergen herum zu klettern.







Dies war allerdings schon der letzte Stopp unserer Tour. Es ging dann fast 7h mit dem Bus wieder zurück nach Alice Springs, wo ich mich über ein warmes Bett freute. Ist schon komisch, hätte echt nicht gedacht, dass ich mich hier im Outback mal über ein kuscheliges Bett freue…

Am 24.12. stand dann nur relaxen und die Tasche für den Sydney-Ausflug auf der Tagesordnung. Da muss ich zugeben, dass ich den Weihnachtsbraten schon etwas vermisst habe ;)

Lasst es euch gut gehen!!

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